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  • Spiegelkäfig für Hanna Schygulla, München, Marstall, 1994 und Paris, Théatre des Amandiers, 1998
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    Das Beste in München ist die gläserne Bühne von Elisabeth Brockmann. Frau im Spiegel, keine Seifenoper: eine Hohlheit.
    FAZ, Frankfurt

     

    Nach „Ich möchte seicht sein“ und „Begierde und Fahrerlaubnis“ werden die Münchner ein aufgewärmtes Verhältnis zur Fassbinder-Heroine Hanna Schygulla haben, ein brennendes aber zu der bildenden Künstlerin Elisabeth Brockmann. Ihre Bühne ist…ein Parnass für das gestische und räumliche Verfertigen von Gedanken beim Sprechen und Gehen…
    Der Standard, Wien

     

    Möchte man dem kurzen, heftigen Applaus im Marstall eine Rangfolge geben, sie sähe so aus: Jubel für ein aussergewöhnliches Raumkonzept, das sich von der Bühneninstallation zum autonomen, bewegten Kunstwerk entwickelt (Elisabeth Brockmann), Respekt im Blick auf Hanna Schygulla, der sich beim Gros der Zuschauer von Neugier und Nostalgie nährt, denn Fassbinder geistert wohl lebenslang um seine Muse und zuletzt höfliches Beklatschen der komplexen Argumentationskette der Autorin Elfriede Jelinek mit ihren verschlungenen Wortkaskaden voller poetischer Aufschwünge und metaphorischer Abstürze.
    Tz, München

     

    Hanna Schygulla ist in einen hermetischen Glaskäfig gesperrt… Das Spiegelkabinett mit seinem Dreiecksgrundriss wird durch Lichtregie und rote Neonfäden am Boden zum voyeuristischen Kunstobjekt.
    Der Standard, Wien

     

    So gelungen war ein Bühnenbild lange nicht mehr. Elisabeth Brockmann hat ein Spiegelkabinett konstruiert, das auf verwirrende Weise den Bühnenraum um ein Mehrfaches erweitert, gleichzeitig aber die handelnden Personen gnadenlos auf sich beengt. Die Kapriolen der erotomanischen Figuren wirken auf den Zuschauer wie eine Versuchsanordnung unter Glas – eine Inszenierung ohne toten Winkel….Der Reigen der Neunziger!
    Ruhr-Nachrichten, Bochum

     

     

    Das Bühnengeschehen verliert seine Privatheit, wird in übergeordnete Sphären verlagert. Verantwortlich dafür zeichnet Elisabeth Brockmann, die bereits beim Jelinek-Projekt im Münchner Marstall-Theater ihre Spiegelkünste unter Beweis stellte.
    Wiener Zeitung

     

    Wer wollte, hat in der unendlichen Verspiegelung seinen ganz persönlichen Traum entdeckt. Vielleicht auch einen europäischen.
    Süddeutsche Zeitung, München

     

    Installationsfotos:  © Alexander Vejnovic